Der Kräuterhof Minz & Kunst und seine Gärtnerin aus Leidenschaft

Mitten im Sächsischen Burgenland, zwischen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau gelegen, befindet sich der kleine Ort Lobsdorf. Ein Vierseitenhof aus dem 18. Jahrhundert beherbergt die Kräutergärtnerei Minz  & Kunst mit Hofladen. Hier wird ein umfangreiches Sortiment an Kräutern und Pflanzen von Arnika bis Zuckerwurzel kultiviert. Neben längst vergessenen Zier- und Nutzpflanzen findet man hier auch verschiedene Minzesorten, die dem Kräuterhof ihren Namen geben. Im Hofladen bietet die Chefin, Dorit Steidten zusätzlich Gartenaccessoires, Keramik, Bücher, Kerzen, Leuchter, Honig, Tee, Gewürze und weitere Naturprodukte an.

Dorit Steidten, Chefin auf dem Kräuterhof Minz & Kunst in Lobsdorf erzählt über sich:

Bei Dorit Steidten finden Sie neben bekannten Kräutern auch einige längst vergessene Zier- und Nutzpflanzen, die manche von Ihnen vielleicht nur noch aus Großmutters Bauerngarten kennen.

Aufgewachsen in den Sechzigern in einer Großstadt hatte ich schon sehr früh die Vorstellung, irgendwann auf dem Lande zu wohnen. Doch lange Zeit blieb das nur ein Traum.   Durch viele berufliche Umwege bin ich Kräutergärtnerin aus Leidenschaft geworden. Kräuterfrau - so möchte ich nicht genannt werden. Als Kräuterfrau musst du dich ganz genau in der Kräuterheilkunde auskennen und wissen, welches Kraut für welches Wehwehchen oder Krankheit nützlich ist. Auch sollte man aus einem großen persönlichen Erfahrungsschatz bei der Wirkungsweise der Kräuter schöpfen können. Das Sammeln und Aufbereiten von Kräutern gehört ebenfalls dazu.   Ich habe mich dem Anbau von Kräutern verschrieben. Ich sähe sie aus oder vermehre sie durch Stecklinge, pikiere und topfe sie. Ich fühle mich froh und lebendig, wenn ich inmitten meiner Jungpflanzen im Gewächshaus arbeite.   Erlernt habe ich den Beruf einer Sekretärin/Sachbearbeiterin und später ließ ich mich zur Raumausstatterin umschulen. Meine berufliche Laufbahn gleicht, aus jetziger Sicht betrachtet, einer Achterbahnfahrt. Immer war ich auf der Suche nach einer Tätigkeit, die mich ausfüllt und mir Freude bereitet, bei der ich frei und kreativ sein kann.   Mein Traum erfüllte sich Ende der 90er Jahre. Durch verschiedene (Glücks)Umstände konnten mein Mann und ich einen 250 Jahre alten und stark sanierungsbedürftigen Vierseitenhof mit Garten, Streuobstwiese und Grünland erwerben. Das Haus musste zuerst bewohnbar gemacht werden und wir stürzten uns in die Arbeit, erlernten spezielle handwerkliche Fähigkeiten, die wir vorher nur aus Büchern kannten, besuchten Lehmbauseminare usw.   Für Gartenarbeit blieb keine Zeit, auch hatte ich davon keine Ahnung. Doch irgendwann waren die gröbsten Arbeiten im Haus getan, wir konnten zumindest zwei Zimmer beziehen. Nun gab es Zeit und Muße, sich allmählich um den Garten zu kümmern. Optisch war die Grundstruktur des Gartens noch leicht erkennbar: vormals quadratisch angelegte Beete mit einem Wegekreuz in der Mitte. Das ist typisch für diese Bauerngärten. Etliche Pflanzen waren noch vom Vorbesitzer vorhanden: üppig blühende Pfingstrosen, Tränendes Herz, Akelei, einige uralten Beerensträucher, ein verwildertes Erdbeerbeet... Ja, solche Pflanzen kannte ich aus Omas Garten.   Also: rein ins Erdbeerbeet, alle Pflanzen ordentlich in Reihe gebracht, Unkraut gezupft, Bohnengerüst aufgebaut, beim Gärtner erste Pflänzchen erstanden – mir tat sich eine Welt auf! So hab ich drauflosgegärtnert, als ob ich das schon immer getan hätte.   Im Laufe der Zeit lernte ich unzählige Pflanzen kennen und irgendwann stieß ich auf die ersten Kräuter: Lavendel (Der Busch steht heute noch und ist total verholzt), Ysop (das klang schon recht exotisch für mich) und ein purpurfarbener Salbei (der hat inzwischen einen Durchmesser von zwei Metern).   So begann meine Leidenschaft für die Gartenarbeit, die sich allmählich in eine berufliche Zukunft entwickelte. Die Arbeit als Gärtnerin ist sehr anstrengend, oft arbeite ich in der Hauptsaison bis zur Erschöpfung. Für Privates bleibt da vom Frühjahr bis Oktober kaum Zeit. Dennoch kann ich mir keine schönere und erfüllendere Arbeit vorstellen. Ich lebe sehr gern in und mit der Natur, genieße die Landidylle pur: die Stille am Morgen, die Tautropfen im Gras oder die Nebelschwaden, die aus den Wiesen aufsteigen. Aus der Natur schöpfe ich all meine Kraft und Lebensenergie. Wie sagt man so schön?: Ich bin angekommen.

Herzlich lädt Dorit Steidten alle Interessenten auf ihren Hof  zu vielfältigen Seminaren und natürlich zu ihrem Hoffest, das natürlich auch immer ein Kräuterfest ist, ein.

Kontakt - Kräuterhof Minz und Kunst:

Dorit Steidten
O9356 St. Egidien/ OT Lobsdorf
Obere Dorfstraße 14

Tel: 03763/ 3429

minzundkunst (at) web.de

www.minzundkunst.de

Öffnungszeiten im Hofladen: Di, Mi, Do: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 
Deutsch
?eština